Unihockey Fricktal
, Welte Remo

Alles in der Reihe nach dem ersten Wochenende

Die erste Mannschaft von Unihockey Fricktal verliert am Samstag auswärts beim Zweitligisten Appenzell mit 7:8 nach Verlängerung, kann am Tag darauf zuhause aber mit einem 4:3-Sieg reagieren. Damit stehts in der Serie 1 zu 1.

Im ersten Spiel verschlafen die Fricktaler das Startdrittel komplett, retten sich dennoch in die Verlängerung und stehen am Samstagabend trotzdem mit leeren Händen da. Am Sonntag kommt dann aber die Reaktion in Magden, wo man den Zweitligisten Appenzell in Schach halten kann.

Horror-Start in die Serie

Bereits um 15 Uhr begann am Samstag für die erste Mannschaft von Unihockey Fricktal die Reise nach Appenzell. Eine lange Carfahrt zum ersten Spiel nach rund einem Monat spielfreier Zeit. Die Appenzeller hingegen waren voll im Spiel-Rhythmus. Dies merkte man auch gleich im ersten Drittel der Partie. Zwar konnten die Fricktaler durch Hugentobler vorlegen, doch die Appenzeller waren im ersten Drittel wacher, präsenter, schneller und vor allem erfolgreicher im Abschluss. Entsprechend war der 1:4-Rückstand für die Fricktaler zur ersten Drittelspause auch leistungsgerecht. Trotzdem waren die Gegentore in ihrer Entstehung ärgerlich, aber auch sinnbildlich für die bisherige Saison der Fricktaler. Erneut waren es Unkonzentriertheiten in der Defensive sowie schlampige Ballverluste in der Offensive, welche die Appenzeller geradezu einluden, den Fricktalern die Tore einzuschenken.  

Passende Reaktion

Vom Plan wichen die Fricktaler trotz dem Fehlstart nicht ab. Die Löcher in der Defensive von Appenzell konnten bereits 10 Sekunden nach Wiederanpfiff durch Lukas Lütold ausgenutzt werden. Die Fricktaler taten sich besonders im Passspiel mit dem holprigen Boden in der Appenzeller Halle schwer, womit die zahlreich erschienenen Zuschauer kaum schöne Spielzüge zu sehen bekamen. Der Spannung tat dies jedoch nichts ab. Auf das 2:5 von Appenzell hatten die Fricktaler noch im zweiten Drittel die passende Antwort und konnten bis zum Drittelsende auf 4:5 verkürzen.   Im Schlussdrittel war es dann ein offener Schlagabtausch, in dem die Fricktaler jeweils wieder ausgleichen konnten – zum 7:7 erst eine Minute vor Schluss. In der dann fälligen Verlängerung nutzten die Appenzeller erneut einen Fehler in der Defensive der Fricktaler aus und konnten den ersten Sieg der Serie bejubeln.  

Ausgleich zuhause

Um 16 Uhr am Tag darauf trafen die beiden Teams in der Halle Matte in Magden bereits wieder aufeinander. Das Spiel entwickelte sich von Beginn an aber in eine andere Richtung. Die Fricktaler waren spielbestimmend und kontrollierten die Appenzeller Angriffsbemühungen über weite Strecken. Auf den 0:1-Rückstand reagierten die Fricktaler mit einem Weitschuss von Captain Hänny, ehe Robin Koch und Alex Nagel auf das bis dahin leistungsgerechte 3:1 für die Fricktaler stellten. Nach dem 3:2-Anschlusstreffer der Appenzeller verpassten es die Fricktaler noch vor der Pause, den Zweitore-Vorsprung wiederherzustellen.  

Sorgenkind Powerplay

Im dritten Drittel hatten die Fricktaler das Geschehen über weite Strecken im Griff. Die Appenzeller waren nach Ballverlusten des Heimteams in der Offensiv-Zone jedoch stets bereit, mit schnellen Gegenstössen den Ausgleich zu erzielen. Am Ende wars zwar kein Konter, aber ein altbekannter Fehler in der Defensive, der den Appenzellern zum Ausgleich verhalf. Das Heimteam vertändelte den Ball beim eigenen Tor, Torhüter Feigenwinter konnte den ersten Abschluss zwar noch parieren, war beim Nachschuss dann aber machtlos.   Die Marschrichtung änderte sich deshalb aber kaum. Die Fricktaler erhielten nach zweifachem ruppigem Einsteigen der Gäste gleich vier Minuten lang die Möglichkeit, diese Partie in Überzahl zu entscheiden. Doch wie schon das ganze Wochenende taten sich die Fricktaler mit einem Mann enorm schwer und blieben erfolglos. Es lief bereits die 57. Minute, ehe Daniel Lütold mit einem präzisen Weitschuss den Appenzeller Torhüter zum vierten Mal bezwang. Der vielumjubelte Treffer sollte dann auch der Siegtreffer sein, die Appenzeller konnten trotz ersetzen des Torhüters und einer Strafe gegen Fricktal auch beim 6 gegen 4 keinen Treffer mehr erzielen.  

Am kommenden Samstag, 26. März geht’s um 19 Uhr in Appenzell weiter. Für dieses Spiel hat es noch eine beschränkte Anzahl Plätze im Car. Wer mit ans Auswärtsspiel fahren will, kann sich bei Adrian Lütold (adrian.luetold@hotmail.com) anmelden. Die Mitfahrt ist kostenlos.

Danach haben die Teams eine Woche Pause, ehe am Samstag, 2. April um 16 Uhr in der Halle Matte in Magden Spiel 4 ansteht. Die Fricktaler freuen sich auch dann wieder auf zahlreiche Unterstützung.

Telegramme

Samstag:

UH Appenzell - Unihockey Fricktal 8:7 n.V. (4:1, 1:3, 2:3, 1:0)
Turnhalle Gringel, Appenzell. 281 Zuschauer. SR Müller/Roth.
Tore: 7. B. Hugentobler 0:1. 12. M. Sutter (Au. Sutter) 1:1. 13. A. Blaser 2:1. 14. An. Sutter 3:1. 18. J. Untersander (A. Blaser) 4:1. 21. L. Lütold (R. Welte) 4:2. 23. Au. Sutter (L. Moser) 5:2. 24. R. Koch (L. Lütold) 5:3. 34. O. Steinhauser (A. Rudolf von Rohr) 5:4. 51. A. Roselli 5:5. 52. D. Löhrer (J. Untersander ) 6:5. 54. B. Hugentobler 6:6. 56. A. Blaser (Au. Sutter) 7:6. 60. A. Rudolf von Rohr (R. Welte) 7:7. 65. Y. Angehrn (P. Frischknecht) 8:7.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen UH Appenzell. 1mal 2 Minuten gegen Unihockey Fricktal.

Sonntag:

Unihockey Fricktal - UH Appenzell 4:3 (1:1, 2:1, 1:1)
Halle Matte, Magden. 145 Zuschauer. SR Bluzet/Zubler.
Tore: 16. A. Blaser (M. Sutter) 0:1. 18. J. Hänny (D. Lütold) 1:1. 27. R. Koch (B. Hugentobler) 2:1. 29. R. Schmid 3:1. 31. A. Blaser (M. Sutter) 3:2. 48. Au. Sutter (M. Sutter) 3:3. 58. D. Lütold (R. Schmid) 4:3.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Unihockey Fricktal. 4mal 2 Minuten gegen UH Appenzell.