> Zurück

Am Samstag müssen Punkte her!

Salzmann Stefan 17.11.2016

Nach einer desolaten Leistung am Samstagabend in Reinach zeigten die Fricktaler im Spiel gegen Fribourg eine Reaktion. Dennoch ging auch dieses Spiel in Magden, aufgrund eines schwachen Mitteldrittels, gegen den 3. Platzierten verloren.

REINACH/MAGDEN. Der Schlusspfiff am Samstagabend hinterliess bei den Fricktalern ausnahmslos fassunglose und enttäuschte Gesichtsausdrücke. Das eben Gezeigte schmerzte nicht nur Spieler und Staff, sondern auch die vielen mitgereisten Zuschauer. Dennoch: So richtig realisieren konnte man das eben Geschehene kurz nach Spielende noch nicht. Zu derb fiel das Resultat zugunsten der Reinacher aus, die vor diesem Spiel noch den gleichen Punktestand aufwiesen wie die Fricktaler.

Dass sich das Gastteam viel für dieses Aargauer Derby vornahm und sich somit zu fest unter Druck setzte, mag eine Erklärung sein für die schwache Leistung. Dass aber über die ganze Spielzeit kein Aufbäumen zu erkennen war, enttäuscht. In allen Belangen war man dem Gegner aus Reinach unterlegen und wiederholt erlebten die Fricktaler einen Horrorstart. Trotz voller Konzentration und Fokussierung auf die ersten Einsätze, kassierten die Fricktaler in den letzten Spielen viele Gegentore zu Beginn und schenkten den Match bereits in den ersten Minuten her. Gegen Eggiwil waren es in den ersten fünf Minuten deren vier Gegentreffer, gegen Reinach dauerte es keine zwei Minuten, da hatte Torwart Jäggi bereits zwei Mal hinter sich greifen müssen.

Kontinuierlich schraubte Reinach das Skore in die Höhe und schaltete keinen Gang zurück, sondern nutzte die Freiheiten besonders im gegnerischen Slot konsequent aus. Und dass die Fricktaler neben vielen Gegentreffern trotz guter Chancen vorne auch keine Tore schiessen, passt momentan ins Bild. Fast kampflos ergaben sich die Fricktaler ihrem Schicksal und kassierten mit 2:13 Toren die dritte deftige Klatsche in dieser ersten 1.Liga-Saison.

Keine 24 Stunden später hatten die Fricktaler zu Hause gegen Fribourg die Chance zur Wiedergutmachung. Eine Möglichkeit, die je nach Ausgang der Partie normalerweise Fluch oder Segen bedeuten kann. Für die Fricktaler war trotz 4:8 Niederlage Zweiteres der Fall. Denn mit einer starken Leistung während dem ersten und dem dritten Drittel zeigten sie, dass sie nicht zu Unrecht in der 1. Liga mitspielen. Das zweite Drittel mit einem Resultat von 1:5 aus Sicht der Fricktaler macht aber noch immer deutlich, dass es momentan im Spiel der jungen Aufsteigermannschaft an vielem fehlt.

Der erste Grund ist wohl in der fehlenden Kaderbreite zu finden. Die Mehrbelastung in der 1. Liga macht dem ohnehin schon dünn bestückten Kader der 1. Mannschaft zu schaffen. Mit dem Saisonout von M. Salzmann ist diesbezüglich keine Besserung in Sicht.

Die weiteren Gründe sind auf dem Spielfeld zu suchen. Viele Teams sind den Fricktalern in allen Belangen momentan einen Schritt voraus und somit unerreichbar, um Punkte zu ergattern. Es darf nach der beendeten Vorrunde aber auch nicht alles schlecht geredet werden. Denn als Aufsteiger lässt das Team momentan mit vier Siegen noch vier Teams hinter sich und steht somit auf dem letzten berechtigten Playoffplatz. Wollen sie diesen behalten, müssen aber gegen den direkten Konkurrenten "Hornets Moosseedorf Worblental" morgen Samstag um 18 Uhr in Magden Punkte her.

 

Matchtelegramm1:

UHC Lok Reinach - Unihockey Fricktal 13:2 (4:0, 4:1, 5:1)
Pfrundmatt, Reinach AG. 77 Zuschauer. SR Nüesch/Schuler.
Tore: 1. Hediger (Hediger) 1:0. 2. Hediger (Frey) 2:0. 13. Krebs (Möri) 3:0. 20. Dünki 4:0. 23. Koch 4:1. 24. Sommerhalder (Frey) 5:1. 32. Siegrist (Binder) 6:1. 40. Remund (Fuchs) 7:1. 40. Hediger 8:1. 46. Richner 9:1. 47. Schmid 9:2. 51. Hediger (Hediger) 10:2. 58. Sommerhalder (Gürber) 11:2. 60. Richner (Krebs) 12:2. 60. Siegrist (Hediger) 13:2.
Strafen: keine Strafen. 2mal 2 Minuten gegen Unihockey Fricktal.

 

Matchtelegramm2:

Unihockey Fricktal - Unihockey Fribourg 4:8 (1:1, 1:5, 2:2)
Halle Matte, Magden. 67 Zuschauer. SR Gfeller/Röthlisberger.
Tore: 5. Hänny (Stäuble) 1:0. 12. Kunz (Staub) 1:1. 23. Weibel (Staub) 1:3. 26. Lütold (Lütold) 2:3. 30. Streit (Aerschmann) 2:4. 30. Vonlanthen 2:5. 36. Streit (Weibel) 2:6. 43. Streit (Stirnimann) 2:7. 45. Hänny (Lütold) 3:7. 50. Stirnimann (Hayoz) 3:8. 59. Koch (Lütold) 4:8.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Unihockey Fricktal. 3mal 2 Minuten gegen Unihockey Fribourg.