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Schlussspurt ist angesagt

Welte Remo 08.01.2020

Es ist keine einfach Situation, in der sich die Fricktaler befinden. Nach 18 Runden stehen sie mit 21 Punkten auf dem undankbaren 9. Platz. Die beste Punkteausbeute der Fricktaler 1.-Liga-Geschichte droht in brotloser Arbeit zu verenden. Um das Blatt noch zu wenden, braucht es einen fulminanten Schlussspurt und vor allem einen Sieg im letzten Saisonspiel gegen den direkten Konkurrenten aus Schüpbach. Diese Partie könnte aber auch zum unwichtigen Abschluss der Qualifikation werden. Dies wäre dann der Fall, wenn die Fricktaler in den nächsten drei Spielen den Rückstand auf Schüpbach nicht auf zwei oder weniger Punkte verringern können. Eine kleine Bestandesaufnahme:

Realistisch gesehen gibt es noch drei Teams, die nach 22 Spielen auf Platz 9 landen können: Fricktal (21 Punkte), Schüpbach (24) und Waldenburg (27). Fricktal hat dabei das klar schlechteste Torverhältnis von den Dreien und wäre bei Punktgleichheit der Verlierer.

Die Restprogramme der drei Teams:

Fricktal: Baden (3.), Olten (6.), Luzern (11.), Schüpbach (8.)

Schüpbach: Luzern (11.), Hornets (10.), Deitingen (5.), Fricktal (9.)

Waldenburg: Konolfingen (1.), Reinach (4.), Hornets (10.), Bern (2.)

Die Oberbaselbieter aus Waldenburg haben das deutlich schwierigste Schlussprogramm - aber auch 6 Punkte Vorsprung. Die Schüpbacher, die vor der Saison wohl niemand in dieser Situation erwartet hätte, haben das einfachste Restprogramm. Die Fricktaler liegen irgendwo zwischendrin. Gegen Luzern und und im Direktduell mit Schüpbach müssen sechs Punkte her - ansonsten wird es so oder so nicht reichen. Ausserdem muss mindestens eines der Spiele gegen Olten oder Baden gewonnen werden. Eigentlich nicht unmöglich. Aber eben - eigentlich. Denn die Fricktaler konnten diese Saison gegen kein Team, das in der Tabelle vor ihnen liegt, gewinnen (ausgenommen zwei Mal gegen Waldenburg). 

Zum Stolperstein von Schüpbach oder den Fricktalern könnte Luzern verkommen. Die Innerschweizer, die auf diese Saison hin die Gruppe gewechselt haben, waren in einem regelrechten Tief. Im neuen Jahr dann aber die Erlösung. Nach 364 (!) Tagen und 18 Runden in der neuen Saison gewannen die Luzerner wieder einmal. Nach zuvor teilweise äusserst unglücklichen Niederlagen könnte dies den Knoten bei den klar unter ihrem Wert geschlagenen Luzernern gelöst haben. Gewissheit werden wir wohl aber erst nach dem Wochenende vom 25./26. Januar haben.

Das nächste wichtige Heimspiel steht aber bereits diesen Sonntag, 12. Januar an. Um 19.30 Uhr trifft das Herren 1 in der Liebrütihalle in Kaiseraugst auf Baden.