«Flasche leer» beim Aufsteiger
1. Liga-Team von Unihockey Fricktal muss in die Playouts
Mit einer knappen Niederlage im Aargauer-Derby und einer Klatsche auswärts in Fribourg, beendet die 1. Mannschaft von Unihockey Fricktal die erste 1. Liga-Saison auf Platz 9. Somit ist klar: Ab Mitte Februar spielt das Team in den Playouts und nicht in den Playoffs.
FRICKTAL. 0:16? Ja, 0:16! Was sich wie ein schlechter Scherz liest, ist wahr. Der bedauernswerte Gast aus dem Fricktal wurde im letzten Qualifikationsspiel am Sonntagabend vom Aufstiegsfavoriten gedemütigt. Noch am Samstag hatten sich die Fricktaler im Kantonsderby gegen Reinach kämpferisch gezeigt und gegen die Übermannschaft aus dem Aargau bis acht Minuten vor Schluss geführt. Das Spiel ging schliesslich nach Verlängerung doch noch verloren. Rund 24 Stunden später, war nach langer Anreise beim arg dezimierten Kader der Fricktaler die Luft draussen.
Nach einer starken Vorrunde kam in der Rückrunde der Einbruch. Zum Teil setzte es gegen 1. Liga-Spitzenteams heftige Niederlagen ab. Diese Unkonstanz führt Captain Joël Hänny auf die Unerfahrenheit und den schmalen Kader zurück. «Und resultatmässig auch nicht entgegen kam uns, dass wir gegen spielstarke Teams unserem Naturell entsprechend mitspielen wollten und nicht einfach verteidigt haben», ergänzt Hänny. Trotzdem ist er mit dem Saisonverlauf nicht unzufrieden: «Wir sind einer von drei Aufsteigern in dieser Gruppe. Und im Vergleich zu den beiden anderen am besten klassiert.»
Zwei Siege gegen Playoutgegner
Trotzdem kommt das Ende der Qualifikation zum richtigen Zeitpunkt. Über Wochen hinweg seuchte sich der Aufsteiger mit viel zu schmalem Kader von Spiel zu Spiel. Der letzte Sieg wurde am 18. Dezember gefeiert. Dies aber immerhin gegen den kommenden Playoutgegner aus Lausanne. Ein gutes Omen? «Definitiv», sagt Hänny. Denn das Team gewann in der Qualifikation beide Direktbegegnungen gegen die Waadtländer.
Der Captain ist zuversichtlich, dass Lausanne in der Playoutserie (Best of three) geschlagen werden kann. «Ihre Spielweise liegt uns.» Trotzdem müsse in den nächsten fünf Trainings wieder intensiver und mit einem breiteren Kader trainiert werden, sodass der Glaube ans Team und ans Siegen zurückkehren könne.
Und wenn sich der Aufsteiger in der 1. Liga halten kann – was muss sich auf nächste Saison ändern? «Vieles», sagt Hänny lächelnd. Der aber auch betont, dass der direkte Aufstieg von der dritten in die zweite und von der zweiten in die erste Liga etwas schnell kam. «Vor allem müssen wir physisch besser werden, damit Verletzungen vorgebeugt werden kann. Grosses Steigerungspotenzial haben wir auch in unserem Zweikampfverhalten», erklärt Hänny.
Aber nicht nur die Spieler müssen besser werden, sondern auch die Strukturen im Team. Es brauche einen breiteren Spielerkader und nur ein Trainer alleine reiche für die Weiterentwicklung der Mannschaft auch nicht aus.