Unihockey Fricktal
, Salzmann Stefan

Die Qualität reicht nicht

Unihockey Fricktal steht am Ende der Tabelle und muss sich Sorgen machen

Sieben Spiele, sieben Niederlagen. Diese unschöne Serie tut weh und auch wenn mit einer schwierigen Saison gerechnet werden musste, ist der eine Punkt aus sieben Spielen viel zu wenig. Ob bald Besserung eintritt, ist schwer vorherzusagen.

FRICKTAL. Das letzte Wochenende hätte aus Fricktaler Sicht den so dringend benötigten Turnaround bringen sollen. Mit den Hornets auswärts am Samstagabend und den Deitingern zuhause am Sonntagnachmittag standen der Erstligamannschaft zwei Gegner gegenüber, welche man in der letzten Saison in drei von vier Spielen bezwingen konnte. Doch auch die erstmalige Führung im sechsten Saisonspiel am Samstag mit 3:1 und später mit 4:3 zehn Minuten vor Schluss, brachte den Fricktalern nicht den ersehnten ersten Vollerfolg.

Am Sonntag waren die Fricktaler dann weit davon entfernt Punkte einzufahren. Ein katastrophales Startdrittel - der Gast führte bereits mit 6:1 Toren – war im Endeffekt eine zu grosse Hypothek. Und dies, obwohl die Fricktaler zwischendurch noch auf 4:6 und 5:7 herankamen. Genauso schnell verspielten sie sich die gute Ausgangslage wieder und erhielten innerhalb von wenigen Minuten einige vermeidbare Gegentore.

Dies ist ein Szenario, welches schon in den vorangegangenen Spielen zu beobachten war. Starke Phasen wechseln sich zu oft mit schwachen Phasen ab. Die Konstanz fehlt – offensiv wie defensiv. Gegen die beiden Aufsteiger aus Baden und Aarau führten einerseits Konzentrationsfehler in der Defensive zu Niederlagen. Andererseits aber auch, dass die Frickaler bis anhin keine zuverlässigen Scorer in ihren Reihen haben.

Leistungsträger fehlen

Baden und Aarau, welche vergleichbare oder eher schlechtere Qualität als die Fricktaler im Kader haben, verfügen jedoch über diese Scorer. Bei Baden sind es Rüegg, Laube und Brunner. Bei Aarau Vojtisek, Stoltenberg, Merki und Byland. Dass bei den Fricktalern genau diese kreativen und abschlussstarken Spieler mit Lukas Schmid, Lukas Lütold, Mathias Salzmann, Lorenz Herzog und Alex Nagel fehlen und wohl höchstens zwei davon in dieser Saison noch zurückkehren werden, kann das Team nicht kompensieren. Es verwundert deshalb nicht, dass die Fricktaler die klar schwächste Offensive stellen.

Dass das Team nicht kämpft und vieles versucht, kann den Spielern nicht vorgeworfen werden. Dass einige Spieler aber noch nicht begriffen haben, dass man mit dieser Qualität im Kader nur mit vollem Einsatz und Leidenschaft und nicht mit Schönspielerei zu Punkten kommt, das hingegen schon.

An diesem Wochenende geht’s mit dem letzten Spiel auswärts gegen den Tabellennachbarn aus Olten weiter. Die junge Truppe ist eine sehr talentierte, wenn auch launische Mannschaft. Und sie steht wie die Fricktaler unter grossem Druck. Man darf gespannt sein, wem zumindest ein kleiner Befreiungsschlag gelingt bevor eine dreiwöchige Meisterschaftspause ansteht und während dieser Zeit bei der 1. Mannschaft von Unihockey Fricktal viel passieren muss…