Fricktaler beenden Negativserie
Trotz der Niederlagenserie gingen die Fricktaler guten Mutes in die Partie. Obwohl einige Spieler verletzt oder krank fehlten, brachte man 15 Spieler und zwei Torhüter aufs Matchblatt.
Schwaches Startdrittel
Die Partie startete ausgeglichen, beide Teams hatten es nicht eilig mit dem Toreschiessen. Je länger, desto besser kam aber das Heimteam in die Partie, während den Fricktalern in der Offensive die nötige Präzision fehlte und oftmals die falsche Entscheidung getroffen wurde. So war es nicht unverdient, dass die Deitinger in die Drittelspause eine 2:0-Führung mitnehmen konnten. Sie waren wacher und reagierten auf Abpraller vor dem Tor schlicht schneller.
Strafen ausgenutzt
Es vergingen keine vier Minuten im zweiten Drittel, ehe die Deitinger bereits auf 3:0 erhöhen konnten. Die Fricktaler waren bis zu diesem Zeitpunkt offensiv weiterhin gehemmt. Dies sollte sich aber schon bald ändern. Während die Gäste aus dem Fricktal sich besser mit der Linie der Unparteiischen abfanden, welche zum Teil haarsträubende Stockschläge auf beiden Seiten laufen liessen, haderten die Deitinger immer mehr mit den Schiedsrichtern. Umso mehr, als die Fricktaler in der 28. Minute ein erstes Mal in Überzahl agieren durften – und die Strafe prompt ausnutzen konnten. Die Fricktaler nun im Aufwind und auch offensiv existent, die Deitinger liessen ihren Frust vermehrt im Körperspiel aus – was die Unparteiischen mit einer weiteren Strafe ahndeten. Das Powerplay der Fricktaler, welches zu Beginn der Saison noch ein Schwachpunkt war, liess sich erneut nicht zweimal bitten – der 2:3-Anschlusstreffer war Tatsache. Vor dem Tor ereignete sich die wohl wichtigste Szene des Spiels: Der erneut fehlerlos aufspielende Torhüter Feigenwinter wehrte eine Torchance der Deitinger in Unterzahl mirakulös ab - im direkten Gegenstoss konnte dann das 2:3 erzielt werden. Trotzdem musste man kurz vor dem zweiten Pausentee unnötigerweise den vierten Treffer der Deitinger hinnehmen, als man bei einer Freistossvariante abermals vor dem eigenen Tor schlief.
Fulminanter Schluss
In der Annahme, dass man wohl auch nach 60 Minuten im normalen 5 gegen 5 Spiel keinen Treffer hinbekommen würde, riskierten die Fricktaler früh viel. Sie zogen bereits zu Beginn des 3. Drittels Torhüter Feigenwinter und ersetzten ihn phasenweise durch einen sechsten Feldspieler. Die Fricktaler kamen so zu mehr Ballbesitz, der Torerfolg musste aber noch warten – dieser kam in der 44. Minute. Abermals nahmen die Deitinger eine Strafe, wieder netzte die Fricktaler Powerplay-Formation ein. Und es kam noch besser: 40 Sekunden später glich Mario Peter die Partie aus. Die Fricktaler nun das bessere Team, auch im 5 gegen 5 konnten sie offensiv vermehrt Akzente setzen. Nach einer für einmal ausgelassenen Überzahl-Chance war es erneut Lukas Lütold, der mit seinem Hattrick für die erstmalige Führung der Fricktaler besorgt war. Doch es wäre kein Fricktal-Deitingen-Spiel, wenn es nicht in die Verlängerung ginge – entsprechend antwortete das Heimteam mit dem 5:5-Ausgleichstreffer.
Powerplay macht den Unterschied
Nach etwas mehr als einer Minute in der Verlängerung nahmen die Deitinger ihre fünfte und letzte Strafe an diesem Abend. Als die Powerplay-Formation der Fricktaler erneut das Feld betrat, ahnte wohl so mancher in der Halle, was passieren würde. Und so dauerte es nur wenige Sekunden, bis der als «Best Player» ausgezeichnete Lukas Lütold mit seinem 4. persönlichen Treffer des Abends den Fricktalern den Zusatzpunkt bescherte. Die Fricktaler haben einen kühlen Kopf bewiesen und auch dank einer überragenden Powerplay-Ausbeute ihre Niederlagen-Serie durchbrechen können.
Am kommenden Samstag, 20. November geht es in der heimischen Liebrüti-Halle in Kaiseraugst um 20 Uhr gegen die formstarken Bern Capitals weiter.
TSV Unihockey Deitingen - Unihockey Fricktal 5:6 n.V. (2:0, 2:2, 1:3, 0:1)
Zweienhalle Deitingen, Deitingen. 68 Zuschauer. SR Müller/Roth.
Tore: 11. T. Bieber (S. Kofmel) 1:0. 16. S. Kofmel (T. Barrer) 2:0. 24. T. Eyer 3:0. 30. A. Nagel (A. Koch) 3:1. 33. L. Lütold (A. Koch) 3:2. 40. T. Eyer (P. Sommer) 4:2. 44. L. Lütold (A. Koch) 4:3. 44. M. Peter (M. Schmid) 4:4. 53. L. Lütold (A. Koch) 4:5. 54. R. Gugler (T. Bieber) 5:5. 62. L. Lütold (R. Koch) 5:6.
Strafen: 5 mal 2 Minuten gegen TSV Unihockey Deitingen. keine Strafen.