Herren 1 verliert Spiel 3
Die Ausgangslage war vor dem Spiel klar. Mit einem Sieg hätten sich die Fricktaler die Möglichkeit erspielt, am kommenden Samstag vor heimischem Publikum den Ligaerhalt zu sichern. Dass man dann stattdessen mit dem Rücken zur Wand steht, ist einmal mehr Unkonzentriertheiten in eigentlich einfachen Spielsituationen zuzuschreiben.
Unkonzentrierter Start
Bereits zu Beginn schlichen sich bei den Fricktalern einzelne solche Unkonzentriertheiten ein – da ein technischer Fehler, dort ein Fehlpass. Die Appenzeller waren zwar selbst mit Ball auch mässig kreativ, wussten die Ballverluste der Fricktaler im Spielaufbau aber resolut auszunutzen. Nach etwas mehr als sieben Minuten stand es entsprechend 0:2 – ohne, dass Appenzell gross etwas hätte dafür machen müssen. Bis zur ersten Pause gelang den Fricktalern immerhin noch der Anschlusstreffer.
Powerplay-Sorgen bleiben
Die Fricktaler waren keineswegs das schlechtere Team, auch die Appenzeller waren alles andere als sattelfest in der Verteidigung – doch in der Offensive tun sich die Fricktaler in dieser Serie weiterhin ungemein schwer. Die Präzision und Entschlossenheit in Kontern und Passstaffeten liess auch in diesem Spiel zu wünschen übrig. Immerhin konnte Roselli mit einer schönen Einzelleistung den Ausgleich für die Fricktaler nach gut 22 Minuten bewerkstelligen. Das Problemkind der Fricktaler bleibt aber das Powerplay. Anstatt damit das Spiel in die richtige Richtung zu lenken, kassierten die Gäste prompt noch einen Shorthander – der Tiefpunkt der bisherigen Serie. Ein weiterer Ballverlust im Spielaufbau nutzten die kaltblütigen Appenzeller dann gar zum 2:4 aus. Dabei wäre es so einfach: ein Pass, ein Schuss – wie simpel die Appenzeller Defensive eigentlich zu überwinden wäre, zeigte die Kombination von Suter auf Hugentobler in der 32. Minute. Es sollte jedoch bei diesem Lichtblick im 2. Drittel bleiben.
Defensive stabil, Offensive fragwürdig
Je länger das Spiel ging, desto mehr stabilisierte sich zumindest die Defensive der Fricktaler. Die Bemühungen der Appenzeller mit Ball verpufften ohne nennenswerte Torchancen an der unterdessen massierten Fricktaler Defensive. Es brauchte auf der Gegenseite jedoch einen Freistoss nahe am Appenzeller Tor, ehe man durch Welte den 4:4-Ausgleich bejubeln konnte. Ansonsten wirkte man gerade in sich bietenden Kontern häufig ideenlos, lahm und traf oftmals die falschen Entscheidungen. Trotzdem hatte man das Momentum nun auf Fricktaler Seite. Doch in der Verlängerung gilt ja bekanntlich «Golden Goal» und für dieses reicht ein Lucky Punch. Und dieser gelang, wie schon vor Wochenfrist, dem Heimteam.
Damit heissts nun für die Fricktaler verlieren verboten! Bereits am Samstag, 2. April um 16 Uhr in der Halle Matte in Magden müssen die Fricktaler zuerst die Pflicht erfüllen und das Heimspiel gewinnen. So könnte man die dann fällige «Belle» am Sonntag, 3. April um 16 Uhr in Appenzell herbeizwingen.
Eine weitere Niederlage der Fricktaler wäre gleichbedeutend mit dem Abstieg in die 2. Liga GF.