Unihockey Fricktal
, Welte Remo

Ein solides Drittel reicht für Cup-Sieg

Die erste Mannschaft eröffnete ihre Saison 2022/23 in der zweiten Runde des Schweizer Cups. Gegen den Kleinfeld-Zweitligisten aus Waltenschwil resultierte ein am Schluss klarer 7:3-Sieg.

Nach dem Abstieg in die 2. Liga GF konnte das Gros des Fricktaler Kaders zusammengehalten werden, einige Personalien sind noch zu klären. Erfreulich aus Fricktaler Sicht ist sicherlich, dass im ersten Spiel der neuen Saison mit Remo Beck, Timon Sütterlin, Gregor Fekete, Gabriel Hugentobler und Gregory Winter gleich fünf letztjährige U18-Junioren ihr Debüt in der ersten Mannschaft geben konnten.

40 Minuten Jugend forscht

Die Fricktaler agierten von Beginn weg mit 3 Linien und zusammengewürfelten Blöcken. Entsprechend konnte man nicht von Beginn weg die komplette Dominanz der Hausherren erwarten. Etwas mehr als das dann Gezeigte hätten sich die Zuschauer und wohl auch das Team selbst aber sicherlich erhofft. Die Defensive war äusserst instabil und auch offensiv liess die Kreativität auf sich warten. Speziell die Anzahl Fehlpässe, Unzulässigkeiten im Defensivverhalten und auch der fehlende Einsatz waren augenscheinlich. Ein mageres 1:1 zur Pause die logische Folge.

Ins zweite Drittel starteten die Fricktaler dann etwas entschlossener und konnten entsprechend in Führung gehen. Folglich wiegte sich das Heimteam wohl bereits in falscher Sicherheit. Die Gäste aus Waltenschwil wollten das Weiterkommen im Cup - im Gegensatz zum Heimrecht in diesem Spiel - nicht einfach so abgeben. Sie kamen zum Ausgleich und hätten im zweiten Drittel gut und gerne noch zwei bis drei weitere Tore erzielen dürfen. Immerhin Schlussmann Feigenwinter war bei den Fricktalern hellwach.

Grenzen im Schlussdrittel aufgezeigt

Die Fricktaler reagierten, das Cup-Abenteuer sollte definitiv noch nicht zu Ende gehen. Mit der Umstellung auf zwei Linien konnte das Tempo erhöht und altbewährte Kräfte gesammelt werden. Auch wenn die Waltenschwiler gar 2:3 in Führung gehen konnten, liessen die Fricktaler kurz darauf keinen Zweifel mehr über den Ausgang der Partie aufkommen. Das Heimteam erhöhte das Tempo kontinuierlich und liessen den Ball durch die eigenen Reihen laufen – so, wie es eigentlich 60 Minuten lang aussehen müsste gegen einen solchen Gegner. Die Folge waren fünf schnell aufeinanderfolgende Tore der Fricktaler. Anschliessend spielten sie die Zeit kontrolliert herunter, womit der 7:3-Sieg Tatsache wurde.

Alles in allem sicherlich kein Spiel, an das man zu viele Gedanken verlieren sollte. In den ersten beiden Dritteln experimentierte man an Linien herum, liess die Junioren erste Spielzeit bei den Aktiven schnuppern und sammelte so wertvolle Erfahrungen für die Zukunft. Positiv ist sicherlich, dass man im letzten Drittel den Schalter umlegen konnte und für ein letztendlich klares Ergebnis sorgte. Die nächste Cuprunde findet Mitte August statt. Gegner dann wird entweder, wie schon letztes Jahr, Münchenstein sein (damals resultierte ein 9:1-Heimsieg) – oder es kommt zum Fricktaler Derby gegen Wild Goose Wil-Gansingen.