U21: Die Serie ist gerissen
Der Höhenflug der fricktaler U21-Mannschaft fand an den beiden vergangen Wochenenden ein jähes Ende. Nach fünf Siegen in Folge musste man sich der Reihenfolge nach den Racoons aus Herzogenbuchsee und Unihockey Aargau United geschlagen geben. Gründe für die beiden Niederlagen gibt es wahrscheinlich schon, Grund zur Hoffnung aber allemal auch.
U21C: Unihockey Fricktal vs Racoons Herzogenbuchsee 8:9 (2:3, 3:3, 3:3)
Beim Heimspiel zum Jahresauftakt gegen die unbequemen Waschbären aus Herzogenbuchsee war der Gegner zwar keineswegs eine Übermacht, doch er bestrafte die defensive Inkonsequenz des Heimteams eiskalt. Beim Offensivspektakel in Magden konnten die Fricktaler dabei einen frühen Rückstand zwar durch zwei Powerplay-Tore schnell drehen, doch dann liess man sich ebenfalls zu einigen Fouls hinreissen und schenkte dem Gegner so seinerseits zwei Überzahlsituationen, welche dieser gekonnt ausnutzte. Ein Déja-vu erlebten die Zuschauer dann im zweiten Drittel; wieder konnten die Fricktaler das Spiel drehen, doch in dieser Phase der Partie liess die Mannschaft dann die besagte defensive Konsequenz vermissen – gegen einen Gegner, der im Abschluss nicht lange fackelt, fatal. So gab man die Führung wie schon im Startdrittel bedauerlicherweise wieder eher einfach aus der Hand. Auf den daraus resultierenden Pausenrückstand versuchte das Trainertrio Stäuble/Suter/Zehnder zu reagieren, indem es die stärksten Kräfte im letzten Drittel zu forcieren versuchte. Man ging nun aufs Ganze, um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht endgültig zu verlieren. Doch die Rechnung ging nicht auf; zwar konnten die Fricktaler bereits in der ersten Minute nach der Pause den Ausgleich erzielen, doch in der Folge liefen zu viele Dinge schief. Zu einfach kamen die Gäste zu drei schnellen Toren und zu einfach zogen sie damit davon. „Höhepunkt“ dabei war ein sehenswerter Direktabschluss auf eine regelrechte Flanke, welche die Berner aus der eigenen Zone hoch über die Köpfe der gesamten fricktaler Verteidigung schossen – ein Tor so unglaublich, dass es einigen Fricktalern gar ein selbstironisches Lachen entlockte. Trotzdem, aufgeben war nicht drin. Eine in der Folge kämpferisch starke und spielerisch gute Leistung blieb jedoch unbelohnt. Zu ungenau war man im Abschluss vor dem gegnerischen Tor und zu viele Chancen brauchte man für einen Treffer. Lukas Lütold erzielte in einer turbulenten Schlussphase zwar noch seine persönlichen Tore drei und vier, doch der erhoffte Ausgleich wollte nicht mehr fallen. So war die Niederlage schliesslich unglücklich, doch der Sieg der Berner keineswegs gestohlen.
U21C: Unihockey Aargau United vs Unihockey Fricktal 6:2 (1:0, 3:1, 2:1)
Mit dezimiertem Kader mussten die Fricktaler dann eine Woche später nach Bremgarten reisen. Die eigentlichen Topkräfte wurden im Aufstiegskampf der ersten Mannschaft gebraucht und zusätzlich hatte man verletzungsbedingte Absenzen zu beklagen. So hielt man mit einer jungen Mannschaft zwar spielerisch über weite Strecken mit, doch es fehlte schliesslich wieder die Abgeklärtheit und die Erfahrung, um ein ruppiges Aargauer Derby für sich zu entscheiden. Im Allgemeinen gab wohl die fehlende Balance zwischen Angriff und Verteidigung den Ausschlag. Bereits zu Beginn des Spiels führte die zu offensive Ausrichtung zu einigen Konterchancen, welche der Gegner (noch) nicht regelmässig zu verwerten wusste. Mit dem einen Gegentor, das man den Aargauern zugestehen musste, konnten die Fricktaler somit durchaus leben – nicht jedoch mit den Geschehnissen nach der ersten Pause. Quasi auf dem Silbertablett offerierte man dem Gegner im zweiten Drittel drei weitere Treffer und damit schon fast den Sieg; nach drei Ballverlusten im Spielaufbau, blitzschnellem Umschalten und eiskalt verwerteten Konterchancen seitens des Gegners erspielte sich dieser eine 4:0 Führung – ein zu grosses Handicap, wie sich in der Folge zeigen würde. Nun, mit viel Leidenschaft versuchte man sich zwar noch gegen die drohende Niederlage zu stemmen, doch man konnte insgesamt zu wenig Druck auf den gegnerischen Torhüter erzeugen. Eine Partie, welche eher vom Kampfgeist beider Mannschaften als von spielerisch brillanten Aktionen lebte, endete schliesslich mit einem wahrscheinlich gerechten 6:2.
Den beiden Niederlagen zum Trotz dürfen die Fricktaler mit der gezeigten Leistung zufrieden sein. Einige Spieler werden enttäuscht sein, dass das kommende Spitzenspiel gegen Unihockey Basel Regio am nächsten Samstag kein wirkliches mehr ist, aber vielleicht braucht es einfach noch ein Jahr, um mit derjenigen Konstanz aufzutreten, die für einen Gruppensieg nötig wäre. Im Allgemeinen ist man wahrscheinlich noch zu abhängig von bestimmten Einzelspielern, doch ein Blick auf die teaminterne Skorerliste und die dargebotenen Leistungen während den vergangenen Monaten zeigt, dass sich langsam aber sicher eine gewisse Breite im Kader zu entwickeln scheint. Ausserdem werden auch die kommenden Spiele noch eine tolle Gelegenheit für einige junge Spieler, um weitere Erfahrungen auf der ältesten Juniorenstufe zu sammeln, so dass man für die kommende Saison gerüstet sein wird. Ohne die starken und zeitweise überlegenen Basler in der Gruppe – kaum vorstellbar, dass sich diese nicht nach oben verabschieden werden – wird die Konstanz und Ausgeglichenheit sicherlich ein wichtiger Faktor sein um am Ende jubeln zu können.